Auslandsreisen mit ADHS-Medikamenten

 

Bei Reisen ins Ausland dürfen Sie viele ADHS-Medikamente nur mit einer „Bescheinigung für das Mitführen von Betäubungsmitteln im Rahmen einer ärztlichen Behandlung“ mitnehmen. Welche Unterlagen benötigt werden, hängt von der Dauer und dem Ziel der Reise ab. Auf der Internetseite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) finden Sie alle wichtigen Informationen hierzu sowie die entsprechenden Formulare zum Herunterladen.

Erlaubt ist die Mitnahme einer für die Dauer der Reise angemessenen Menge an Medikamenten als persönlicher Reisebedarf für maximal 30 Tage. Die Menge der mitgeführten Medikamente muss den Angaben der ärztlichen Bescheinigung entsprechen. In einigen Ländern wird zudem ein Attest über die Erkrankungen verlangt, zu deren Behandlung die Arzneimittel eingesetzt werden.

Bei Reisen bis zu 30 Tagen durch oder in Länder des Schengener Abkommens reicht eine vom Arzt ausgefüllte Bescheinigung aus, die durch die zuständige oberste Landesgesundheitsbehörde oder eine von ihr beauftragte Stelle beglaubigt wird.

Bei allen anderen Staaten empfiehlt es sich in jedem Fall, eine ärztliche Bescheinigung in englischer Sprache mitzunehmen, die Angaben zu Einzel- und Tagesdosierungen, Wirkstoffbezeichnung und Dauer der Reise enthält. Darüber hinaus sollten Sie sich vor Antritt der Reise bei der zuständigen diplomatischen Vertretung des Reiselandes in Deutschland über die jeweiligen Einfuhrbestimmungen erkundigen.

Dabei stehen folgende Aspekte im Mittelpunkt:

  • Einfuhr: International kontrollierte Substanzen dürfen nur für persönliche medizinische Zwecke eingeführt werden. Die Einfuhrbestimmungen gelten auch für den Transit.

  • Bedingung:
    a) beglaubigtes Arztzeugnis, ärztliche Verschreibung - sollte zumindest in englischer Sprache vorliegen.

    b) Bewilligung: Eine Bewilligung muss durch die zuständige nationale Behörde des bereisten Landes ausgestellt werden. Sie sollte frühzeitig beantragt werden. Bewilligungsanträge sollten folgende Angaben enthalten: Vollständiger Name und Vorname(n) sowie Adresse des Patienten; Name und Adresse des behandelnden Arztes, Aufenthaltsadresse des bereisten Landes, Name und Menge des mitzuführenden Medikaments sowie Angaben über dessen aktiven Inhaltsstoffs. Einige Länder verlangen auch Angabe der Passnummer und die exakten Ein- und Ausreisedaten und -zeiten.

  • Zeitraum: Die erlaubte Menge entspricht der Dosis für eine bestimmte Behandlungsdauer

Bitte beachten Sie, dass wir für diesen zusätzlichen Service keine Gewährleistung übernehmen können. Änderungen der Bestimmungen in den einzelnen Ländern sind ständig möglich. Im Zweifelsfall sollte daher das Konsulat bzw. die Botschaft des jeweiligen Reiselandes kontaktiert werden.